Rückblick in die Vergangenheit

Lang lang ist es her, da lockte die Spielhalle mit diversen Attraktionen, einzig mit dem Ziel uns das Geld aus der Tasche zu ziehen. Der erfahrene Leser kann sich vorstellen, wie schnell das Taschengeld in schmalen Schlitzen verschwand, ohne nennenswerten Gegenwert. Mit der Zeit jedoch wurden wir besser die Investitionen geringer und im Grunde war die Spielhalle dann nur noch der Treffpunkt, um weitere Unternehmnungen zu starten. Selbstverständlich wurde vorher noch ein bisschen gezockt.

Schon damals hegte ich den Wunsch, einen eigenen Defender zu besitzen, wie das aber nun mal so ist, waren die Dinger schwer zu bekommen, schier unbezahlbar und meine Eltern wären mir auf Dach gestiegen, hätte ich so ne Kiste daheim angeschleppt. Jetzt, dreißig Jahre später kann mir niemand mehr vorschreiben, wie ich meine Wohnung einzurichten habe, also stell ich mir ne Arcade Kiste rein und fröhne von Zeit zu Zeit, mit ein paar Kumpels den alten Zeiten. Leider ist das Problem der Beschaffung immer noch existent und im Prinzip ist es auch verschwendeter Platz, sich nur eine Maschine in die Bude zu stellen.

Neben dem Defender gab es natürlich noch andere Games, alle mehr oder weniger populär, aber deswegen nicht weniger unterhaltsam. Für mich und meine Kumpels war und ist der Defender einfach der Olymp der Arcade Maschinen, ich glaub nicht, dass es jemals wieder so ein anspruchsvolles Spiel gegeben hat, bei dem man sich direkt mit einer Maschine messen konnte und wir waren gut. Später kam dann noch Gauntlet auf den Markt, ein inovatives Konzept mit quasi 3D Darstellung und bis zu vier Spielern, die gemeinsam die Labyrinthe von Geistern, Kobolden, Hexern und sonstigem Gefleuche säubern mussten. Man, was haben wir Stunden damit zugebracht, die Labyrinthe zu lösen und zu säubern.

So gesehen markiert für mich der Defender das eine Ende, Gauntlet das Andere, dazwischen liegen viele Games, mit entsprechemden Unterhaltungswert. Wie man auf den nächsten Seiten sehen kann, begann alles mit einem Prototypen, quick and dirty, nur um mal zu sehen, was so geht. Dabei ist herausgekommen, dass der Joystick gar nicht geht, also für den Defender. Es muss schon ein Original sein. Beim Gauntlet ist das nicht so probelmatisch. Die riesige Konsole bietet sogar genug Platz für Modifikationen. So gesehen ist eine Komination aus beiden Maschinen, vereinigt in einem Cabinet die hybride Lösung all meiner Wünsche und so hat alles angefangen.

  

 

 

Auf den folgenden Seiten zeige ich die Fortschritte bei der Planung und dem Bau meines Hybriden. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und hoffe, den einen odere anderen zu inspirieren.